Bergrettung Ehrwald
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Weiterer schwerer Nachteinsatz am Zugspitzeck
Zwei Kletterer hatten sich in der 15. Seillänge der Klettertour "Rauschendes Wasser" in der Westwand des Zugspitzecks verstiegen und kamen in die Nacht. Um 19:00 Uhr wurde die Bergrettung alarmiert.

BR Ehrwald / rauschendes_2 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Abstieg vom Band zum Austiegsstand
BR Ehrwald / rauschendes_1 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Sichtkontakt ist hergestellt
(hier ist die Steilheit deutlich erkennbar)
BR Ehrwald / rauschendes_4 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Geländerseil wird aufgebaut
BR Ehrwald / rauschendes_3 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Blick zurück in die Wand am nächsten Morgen

Da die Alpinpolizei einen Hubschrauberflug um 7:00 Uhr des kommenden Morgens ankündigte, wurde zunächst über Sinn und Risiko eines Nachteinsatzes beraten. Weil die beiden aber einen schlecht abzusichernden Stand in brüchigen Gelände hatten und aufgrund der Kälte (starker Wind) in Kombination mit unzureichender Biwak-Ausrüstung wurde von der Einsatzleitung FÜR einen Nachteinsatz entschieden. Das milde Wetter der letzten Wochen"(nahezu kein Schnee und Eis im Zustieg) begünstigte die Einsatzbedingungen zusätzlich.

Die Einsatzmannschaft der BR Ehrwald stieg zunächst zu Fuß zur Wiener Neustädter Hütte auf. Aufgrund von Revisionsarbeiten war die Tiroler Zugspitzbahn außer Betrieb. Weiter ging es über die Abseilstelle" des Sonnenspitzls (III. Grad, sehr brüchig, teilw. Schnee)"zur Scharte zwischen Sonnenspitzl und Zugspitzeck, von wo ein schmales Schotterband waagerecht über ca. 200 Meter zum Ausstieg der Kletterroute führt. Nach ca. 5 Stunden Aufstieg und Kletterei konnte Ruf- und Lichtkontakt zu den beiden Kletterern hergestellt werden. Sie waren fast auf Höhe des Ausstieges, dafür aber rd. 50 Meter neben der eigentlichen Route. Trotz des großteils senkrechten Geländes konnte ein Seil zu"ihnen gebracht werden, wodurch die beiden relativ rasch"gesichert an einem"Seilgeländer geborgen werden konnten. Die beiden waren leicht unterkühlt aber unverletzt und konnten nach wärmenden Maßnahmen (von der Bergrettung gesichert) selbständig den weiteren Abstieg zurück über das Schotterband und die Abseilstelle des Sonnenspitzls antreten.

Um 4:00 Uhr traf die Mannschaft gemeinsam mit den beiden Kletterern bei der Wiener Neustädter Hütte ein., wo eine kurze Nachtruhe abgehalten wurde."Nach Tagesanbruch"erfolgte der gemeinsame Abstieg ins Tal.

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