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Winterliche "Sommer"-Einsätze auf der Zugspitze
Hier ein Bericht aus der Tiroler Tageszeitung zu unseren sehr winterlichen "Sommer"-Einsätzen Ende Juni, die um diese Jahreszeit immer wieder vorkommen.

Gefahr auf winterlicher Zugspitze wird unterschätzt

(Bericht von Erich Papp / Tiroler Tageszeitung vom 30.06.2015)
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BR Ehrwald / zugspitze10 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Schneesturm auf ca. 2.900 m
BR Ehrwald / zugspitze20 / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Die Geretteten werden zum Zugspitzgipfel gebracht
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Die Bergrettung Ehrwald rückt dieser Tage immer wieder in den "Winter" aus, um Bergsteiger aus den weißen Gefahren zu bergen.


Ehrwald " "Gerade zum Sommerbeginn werden die alpinen Gefahren im Hochgebirge, auch durch Schnee, oft unterschätzt", warnt der Ehrwalder Ortsstellenleiter der Bergrettung, Christian Spielmann. Alleine zwei Beispiele aus der vergangenen Woche zeigten dies drastisch.

Vergangenen Dienstag: Eine Gruppe von chinesischen Bergsteigern (ein Mann und zwei Frauen) hatte schon zwei misslungene Versuche hinter sich, die Zugspitze zu bezwingen. Wegen Schnees mussten sie die Aufstiege über die Wiener-Neustädter- Hütte und über das Höhlental abblasen. Beim dritten Anlauf fuhren sie mit der Bayerischen Zahnradbahn bis zum Zugspitzplatt. Vom Sonn-Alpin, der Bergstation der deutschen Zahnradbahn, stiegen sie Richtung Zugspitzgipfel auf. Im dichten Nebel und tiefen Neuschnee verstiegen sich die Bergsteiger. Sie kämpften sich am ausgesetzten Gipfelgrat vorwärts und kamen nicht mehr weiter. Als sie rund 50 Meter oberhalb die Umrisse einer großen Sendestation sahen, setzten sie unverletzt, aber frierend bei schlechter Sicht, starkem Nebel und 40 cm Neuschnee einen Notruf ab. Die Ehrwalder Bergrettung fuhr mit der Tiroler Zugspitzbahn zum Zugspitzgipfel auf und stieg von dort über den stürmischen Grat zu den Wartenden ab. Zurück ging"s für die Geretteten auf den Gipfel und mit der Tiroler Zugspitzbahn ins Tal.

Bereits am Tag darauf ein weiterer Einsatz. Beim Aufstieg von der Wiener-Neustädter-Hütte zur Zugspitze verlor eine Deutsche beim Queren eines Schneefeldes den Halt und stürzte rund 70 Meter in einer Schneerinne ab. Die Frau blieb unverletzt liegen, ihre Begleiter setzten den Notruf ab. Die Ehrwalder Retter stiegen zu viert auf und brachten alle drei Bergsteiger gesichert zum Gipfel. Talfahrt wieder mit der Tiroler Zugspitzbahn. "Wir helfen gerne", sagt Ortsstellenleiter Spielmann, "aber mehr Umsicht würde Menschen im Hochgebirge oft wirklich prekäre Situationen ersparen."

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